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Part II

Neues Jahr, neue Freiwillige - Es ist ein wenig Zeit vergangen, seitdem auf diesem Blog von den vorherigen Freiwilligen der Gedenkstätte Buchenwald das letzte Mal ein Beitrag hochgeladen worden ist. Das soll sich nun in Zukunft wieder ändern! Seit September letzten Jahres sind wir - Hanna, Hanno und Devin - ein Teil der neuen Freiwilligen der Gedenkstätte. Wir möchten versuchen, erneut interessante, vielseitige und tiefgreifende Beiträge entstehen zu lassen sowie Einblicke in unsere Arbeit innerhalb unseres Freiwilligendienstes zu geben. Bevor wir mit den ersten Themenbeiträgen starten, folgt zunächst jeweils eine kleine Vorstellung unserer Personen.    Mein Name ist Hanna, ich bin 22 Jahre alt und habe die FSJ Stelle in der Denkmalpflege. Einen großen Teil meiner Arbeitswoche verbringe ich in der Restaurierungswerkstatt und helfe dort bei der Konservation sowie Auf- und Nachbereitung verschiedenster Objekte. Gebürtig komme ich aus dem schönen Bad Nauheim, das lie...
… zum Schluss. Ein großer Parkplatz, gelb angestrichene Gebäude. Mit diesen Eindrücken begann unser Freiwilligenjahr und auch unser erster Blogbeitrag. Alles noch ganz neu damals, alles ganz ungewohnt. Sehr gespannt und nicht ganz sicher, was wir erwarten sollen – so fing das FSJ an, genauso wie unser Blog-Projekt. Beide schrieben wir gern und wollten diese Leidenschaft in etwas Praktisches und Sinnvolles umsetzen. Das haben wir im letzten Jahr versucht zu erreichen. Der Blog hat uns begeistert und herausgefordert – uns hoffentlich ebenso wie unsere Leser:innen. Wir konnten es am Anfang, und manchmal auch jetzt noch, kaum glauben, dass wir von Beginn an so überwältigende Resonanz erhalten haben. Kolleg:innen lobten uns, selbst unser Stiftungsdirektor fand anerkennende Worte. Auch Menschen von außerhalb traten über die Artikel an uns heran. Viele dankten uns für unsere Arbeit, teilten unsere Artikel in den sozialen Netzwerken. Ein Vertreter des linken Spektrums kommentierte auf ...
Franka: Ein FSJ an der Gedenkstätte Buchenwald - Abschiede und was davon bleibt   Der Goetheplatz, der Goethepark, der Wielandplatz, die Schillerstraße, die Herderkirche, der Goethebrunnen. Die Liste geht noch lange weiter. Viele der Straßen, Parks, Plätze, Gebäude und Denkmäler in Weimar haben einen engen Bezug zur Zeit der Klassik, sind nach ihren Helden und größten Denkern benannt. Um Goethe und Schiller kommt man in Weimar einfach nicht herum.    Aber nicht nur die beiden Klassiker leihen ihre Namen zahlreichen Orten und haben in der Stadt ihre Spuren hinterlassen. Auch Buchenwald-Bezüge findet man in ganz Weimar. Die Namen der Menschen, deren Leben vom Konzentrationslager geprägt wurden oder sogar dort endeten, sind in der Stadt präsent.   So laufe ich jeden Morgen die Rudolf-Breitscheid-Straße entlang. Rudolf Breitscheid war ein sozialdemokratischer Politiker, der als „Sonderhäftling“ nach Buchenwald kam und dort beim Luftangriff auf das Lager 1944 starb. Nur...
Sophia: Mein Jahr Buchenwald. Ein Jahr Buchenwald. Ein Jahr Historie. Ein Jahr zahlreicher Erfahrungen, Ereignisse. Ein Jahr des Lernens. Und ein Jahr des Erkennens. Stéphane Hessel, ehemaliger Häftling im KZ Buchenwald, sagte einmal: „Es gibt kulturelle Unterschiede, aber keine zivilisatorischen. Wenn wir in Gesellschaften leben, dann bedeutet es, dass jedes Individuum dieselben fundamentalen Rechte hat. Sie bedeuten zugleich, dass man miteinander leben kann, dass man sich gegenseitig respektiert, dass man Verantwortung für den anderen hat – das ist Zivilisation.“ – Ein Zitat, das mir im Kopf geblieben ist, das ich angesichts seines Kontextes sehr bezeichnend für die Erfahrungen des Wortschöpfers finde. Mit diesen Worten begann ich meinen ersten eigenen Artikel für diesen Blog. Ich finde den Vergleich spannend – meine Sicht zu Beginn des Freiwilligenjahres und nun zu Ende desselben. Das Zitat Stéphane Hessels hat mich tatsächlich seit jeher begleitet. In einigen meiner Texte...